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NABU mahnt Windindustrie zur Einhaltung der Artenschutzauflagen

Unzuverlässige Windparkbetreiber gefährden Akzeptanz der Energiewende — hier geht’s zum Link auf der Nabu-Saar-Seite:

https://nabu-saar.de/aktuelles/presse/detail/news/nabu-mahnt-windindustrie-zur-einhaltung-der-artenschutzauflagen/?fbclid=IwAR2FpvLRhvu2n1O2ZyhMmtS2NrYx__LeSsInmlZl9SfUYLHGBWwgulIQr9c

Pressemitteilung des NABU vom 15.12.2020

Der NABU fordert den Bliesgau aufgrund seiner hohen Bedeutung für den Natur- und Artenschutz von weiteren Windenergieanlagen freizuhalten
(Quelle: https://www.nabu-blieskastel.de/presse.html)
Lebach/Blieskastel

Anlässlich der geplanten Neuaufstellung eines sachlichen Teilflächennutzungsplans „Windenergie“ für das gesamte Stadtgebiet von Blieskastel möchte der NABU Landesverband gemeinsam mit der zuständigen Ortsgruppe Blieskastel hierzu Stellung nehmen.

Grundsätzlich soll hier nochmals betont werden, dass der NABU Saarland sich ausdrücklich zu einem Ausbau der Erneuerbaren Energien bekennt. Dieser muss allerdings der Nachhaltigkeit genügen, wobei das Ziel nicht die Gleichverteilung von Windenergieanlagen (WEA) über das gesamte Saarland, sondern eine Konzentration auf geeignete Flächen ist, mit Ausschlusswirkung für die Bereiche, die eine besonders hohe ökologische Bedeutung besitzen. Neben den Ausschlussflächen in Schutzgebieten (v.a. Naturschutzgebiete, FFH- und Vogelschutz-Gebiete) und im Wald hat der NABU Saarland mit seinen Spezialisten weitere Bereiche aufgrund ihrer besonderen Bedeutung für den Artenschutz als Tabuzonen für die Windenergienutzung erklärt. Hierzu gehört auch der Bliesgau.

Der NABU Landesverband lehnt die Windenergienutzung im Bliesgau aus Gründen des Arten- und Naturschutzes ab. So ist der Bliesgau in Gänze ein bedeutendes Vogelbrutgebiet für viele windkraftrelevante Arten (Important Bird Area = faktisches Vogelschutzgebiet). Die vorhandene Greifvogeldichte (u.a. Rotmilandichtezentrum) sowie die Dichte an FFH-, Vogelschutz- und Naturschutzgebieten spiegelt die hohe Biodiversität wider, welche durch die Kleinteiligkeit und den Strukturreichtum der Landschaft bedingt ist und letztendlich zur Auszeichnung des Naturraums als Biosphärenregion geführt hat. Auch die ursprüngliche Schönheit der noch weitgehend unverbauten, bäuerlich geprägten Landschaft der südlichen Biosphäre Bliesgau ist nach Auffassung des NABU mit der Windenergienutzung nicht vereinbar.

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