Archiv der Kategorie: Ornithologische und avifaunistische Themen

Ökologische Auswirkungen von WEA im Wald (Dr. Joachim Weiss)

Autor: Dr. Joachim Weiss, 05-05-2021, Dipl. Biol. Ltd. Reg. Dir. a.D. Ehemaliger Fachbereichsleiter Artenschutz im Landesumweltamt NRW und Leiter der dortigen Landesvogelschutzwarte.

Baumfällaktion im Saarbrücker Stadtwald sorgt für Kritik bei Waldschutzinitiativen

Laut Bündnis Saarländischer Waldbürgerinitiativen hat die Stadt im Stadtwald rund ein Dutzend teilweise über 100 Jahre alte Laubbäume fällen lassen – obwohl das im Moment wegen Brut- und Setzzeit der Tiere verboten ist. Wertvolle Horst- und Brutbäume betroffen! Angeblich gefällt wegen Wegesicherung?

Saarbrücker Zeitung v. 04-05-2021 schreibt:
https://rp-sz-epaper.s4p-iapps.com/artikel/962647/18984813

Hier ein aktueller Link, die Baumfällaktion im Saarbrücker Stadtwald
betreffend der Bundesbürgerinitiative Waldschutz:

https://www.bundesbuergerinitiative-waldschutz.de/2021/05/04/saarland-biotopbaumf%C3%A4llungen-in-der-brutzeit-im-stadtwald-saarb%C3%BCcken/

NABU mahnt Windindustrie zur Einhaltung der Artenschutzauflagen

Unzuverlässige Windparkbetreiber gefährden Akzeptanz der Energiewende — hier geht’s zum Link auf der Nabu-Saar-Seite:

https://nabu-saar.de/aktuelles/presse/detail/news/nabu-mahnt-windindustrie-zur-einhaltung-der-artenschutzauflagen/?fbclid=IwAR2FpvLRhvu2n1O2ZyhMmtS2NrYx__LeSsInmlZl9SfUYLHGBWwgulIQr9c

Pressemitteilung NABU OG Blieskastel v. 11-03-2021: Altheim/Böckweiler: Tote Greifvögel entdeckt, möglicherweise vergiftet 😢

https://www.nabu-blieskastel.de/Pdfs/PM-11.03.2021.pdf

Zwei tote Greifvögel von Spaziergänger bei
Altheim aufgefunden – möglicherweise wurden
die Vögel vergiftet

Am vergangenen Dienstag hat ein Spaziergänger westlich von Blieskastel-Altheim (Richtung Böckweiler) sowohl einen toten Rotmilan als auch einen toten Mäusebussard auf einer Wiese entdeckt. Die Todfunde wurden der Unteren Naturschutzbehörde gemeldet, die Tierkadaver geborgen. Eine Nachsuche am Fundort durch Vertreter der Unteren Naturschutzbehörde und des NABU ergab keine weiteren
Hinweise auf die Todesursache, die Fundsituation der Tiere selbst deutet jedoch auf eine Vergiftung hin. Die Kadaver werden nun veterinäramtlich untersucht. Leider kommt es immer noch häufig vor, dass Greifvögel illegal verfolgt, abgeschossen, in Fallen getötet oder vergiftet werden. Auch das Beseitigen von Horsten oder gar das Fällen von Horstbäumen ist nicht selten. So sind die Vögel als Beutegreifer bei manchen Jägern, Hühnerhaltern bzw. -züchtern sowie Taubenzüchtern unbeliebt. Insbesondere der Rotmilan wird teilweise auch aufgrund seiner hohen Gewichtung bei Windkraftplanungen verfolgt, da das Vorkommen der stark kollisionsgefährdeten Greifvogelart die Genehmigung von Windenergieanlagen häufig erschwert oder gar verhindert.

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Beibehaltung der Abstandsregelungen für WEA-sensible Vogelarten – Offener Brief ORNITHOLOGISCHER BEOBACHTERRING SAAR e.V. an Umweltminister Reinhold Jost

Pressemitteilung des NABU vom 15.12.2020

Der NABU fordert den Bliesgau aufgrund seiner hohen Bedeutung für den Natur- und Artenschutz von weiteren Windenergieanlagen freizuhalten
(Quelle: https://www.nabu-blieskastel.de/presse.html)
Lebach/Blieskastel

Anlässlich der geplanten Neuaufstellung eines sachlichen Teilflächennutzungsplans „Windenergie“ für das gesamte Stadtgebiet von Blieskastel möchte der NABU Landesverband gemeinsam mit der zuständigen Ortsgruppe Blieskastel hierzu Stellung nehmen.

Grundsätzlich soll hier nochmals betont werden, dass der NABU Saarland sich ausdrücklich zu einem Ausbau der Erneuerbaren Energien bekennt. Dieser muss allerdings der Nachhaltigkeit genügen, wobei das Ziel nicht die Gleichverteilung von Windenergieanlagen (WEA) über das gesamte Saarland, sondern eine Konzentration auf geeignete Flächen ist, mit Ausschlusswirkung für die Bereiche, die eine besonders hohe ökologische Bedeutung besitzen. Neben den Ausschlussflächen in Schutzgebieten (v.a. Naturschutzgebiete, FFH- und Vogelschutz-Gebiete) und im Wald hat der NABU Saarland mit seinen Spezialisten weitere Bereiche aufgrund ihrer besonderen Bedeutung für den Artenschutz als Tabuzonen für die Windenergienutzung erklärt. Hierzu gehört auch der Bliesgau.

Der NABU Landesverband lehnt die Windenergienutzung im Bliesgau aus Gründen des Arten- und Naturschutzes ab. So ist der Bliesgau in Gänze ein bedeutendes Vogelbrutgebiet für viele windkraftrelevante Arten (Important Bird Area = faktisches Vogelschutzgebiet). Die vorhandene Greifvogeldichte (u.a. Rotmilandichtezentrum) sowie die Dichte an FFH-, Vogelschutz- und Naturschutzgebieten spiegelt die hohe Biodiversität wider, welche durch die Kleinteiligkeit und den Strukturreichtum der Landschaft bedingt ist und letztendlich zur Auszeichnung des Naturraums als Biosphärenregion geführt hat. Auch die ursprüngliche Schönheit der noch weitgehend unverbauten, bäuerlich geprägten Landschaft der südlichen Biosphäre Bliesgau ist nach Auffassung des NABU mit der Windenergienutzung nicht vereinbar.

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