Statement der „Bürgerinitiative gegen den Windpark Primsbogen“ vom 01-11-2021- Irrsinn im Wald!

Die „Bürgerinitiative gegen den Windpark Primsbogen“ schreibt am 01-11-2021 auf Facebook (LINK):

KEIN LANDESPOLITIKER BEI DER FEIERLICHEN ERÖFFNUNG DES WINDPARK HÜTTERSDORF, EINEM SYMBOL DER ERNEUERBAREN ENERGIEN

Die beiden Windkraftanlagen des Windparks Hüttersdorf sind 230 m hoch und haben eine Leistung von je 3,3 MW. Für eine Anlage wurde großzügig ein Buchenbestand auf einer Altwaldfläche gerodet, die zweite Anlage ist unweit eines Wohngebiet errichtet worden. Seit Wochen sind die Windkraftanlagen fertiggestellt und warten auf ihre Inbetriebnahme. Diese war seit langem geplant und seit Tagen für den 29. Oktober von der EnBW in der Presse beworben. Ein ganzer Sattelzug mit allem, was man für eine zünftige Feier braucht, war vorgefahren. Ein Festzelt und mehrere kleine Zelte waren aufgebaut, doch Wirtschaftsministerin Rehlinger kam nicht, weil sie andere Termine hatte. Die Eröffnung des Windparks Hüttersdorf hatte die stellvertretende Ministerpräsidentin Anke Rehlinger fest in ihrem Terminkalender eingeplant. Bei diesem für den Ausbau der Windkraft so symbolträchtigen Termin hatte sie offensichtlich auch niemand vertreten, nicht einmal der „Freund der Natur und des Waldes“ Umweltminister Jost war da. Das ist bei dem Hype, den wir gerade um den Ausbau der Windenergie erleben, mehr als ungewöhnlich. Der „Festakt“ zur Einweihung des Wind“parks“ Hüttersdorf fand ausgerechnet an der WKA im Wald und nicht auf der waldfreien und windhöffigeren Fläche an der WKA am Homrich statt. Ist auch das ein Zeichen fehlender Sensibilität aller Beteiligten gegenüber unserer Natur? Oder war gerade deshalb die Landespolitik nicht prominent vertreten? Gerade dieser Standort war so umstritten, wie kaum ein Zweiter. Hier wurde mitten in einem jungen gesunden Buchenwald auf einer Altwaldfläche durch rücksichtslose Rodung eine Freifläche von ca. 15.000 m² für den Bau der Windkraftanlage geschaffen und mit mehreren Tausend Tonnen Schotter massiv befestigt. Diese hochverdichtete Fläche kann bei Regen nur noch minimal Wasser aufnehmen. Wertvolle Biotope und Speicherflächen für (Stark-) Regenfälle wurden hier großflächig vernichtet .Ein Ort der Ruhe für viele Menschen, die den Hüttersdorfer Wald zum Spazieren, Joggen, Reiten, Ausspannen und vieles mehr nutzten, verliert künftig durch den permanenten Lärm der Windkraftanlage seine hohe Bedeutung für die Naherholung in der Region. Aus Sicht der Stromgewinnung ist es ein wahrer SCHILDBÜRGERSTREICH! Diese Windkraftanlage wurde in der Hauptwindrichtung unmittelbar hinter dem über 80 m höheren Weltersberg – hier sind die die Windströmung bremsenden Baumwipfeln berücksichtigt – errichtet. Der vorgelagerte Berg mit seinem Bestand an hohen Bäumen stört bei guten Windverhältnissen die Anströmung des Rotors so stark, dass die Anlage gerade dann abgeschaltet werden muss, wenn bester Stromertrag zu erwarten ist. Ein Schildbürgerstreich ohne Gleichen! Und die Windkraftanlage am Homrich? Die Rotorüberstrichene Fläche reicht weniger als 800 m an das Wohngebiet Homrich der Gemeinde Nalbach heran. Können hier wirklich die vorgeschriebenen Lärmimmissionen eingehalten werden, so wie sie in dem Gutachten des Investors (!!!) im Genehmigungsverfahren durch eine Berechnung nachgewiesen wurden? Und wie sieht es in einigen Jahren mit der Lärmbelastung aus? Eine WKA wird genau wie ein alterndes Auto verschleißbedingt ständig lauter werden. Hofft man hier auf den Gewöhnungseffekt bei den Anwohnern? Wie sieht es mit dem Wertverlust der Häuser aus? Die Hausbesitzer werden den Verlust wohl billigend in Kauf nehmen müssen. Hier müssen immer wieder Fragen gestellt werden: MUSS MAN ALLES, WAS MACHBAR IST, AUCH WIRKLICH MACHEN, OHNE RÜCKSICHT AUF DIE GESUNDHEIT UND DIE BEDÜRFNISSE DER DORT LEBENDEN MENSCHEN? und WIRD UNSERE UMWELT UND UNSERE NATUR WIRKLICH VON DIESER WINDKRAFTANLAGE IM HÜTTERSDORFER WALD PROFITIEREN ODER LIEGT DER VON UNS STROMKUNDEN SUBVENTIONIERTE PROFIT ALLEIN BEIM INVESTOR? Ist das die neue Rot – Grüne Energiepolitik, die uns Bürger jetzt erwartet?

Zur Homepage der „Bürgerinitiative gegen den Windpark Primsbogen“

Bild (c) U.B.