Forderung der Naturschutzinitiative e.V.: Mehr Naturschutz wagen – Biodiversität schützen!

Die Naturschutzinitiative e.V. stellt auf einem Facebook-Post zu ihrer Pressemitteilung vom 03.11.2021 ihre Forderungen an die neue Bundesregierung vor. Diese Forderungen können wir nur unterstützen. Auch in unserer Biosphäre Bliesgau besteht in puncto Natur- und Artenschutz noch großer Nachholbedarf. Dabei steht in der Präambel der Verordnung über das Biosphärenreservat Bliesgau klipp und klar:

Charakteristisch für den Bliesgau ist seine reich strukturierte Landschaft, die von Streuobstwiesen, über Kalkhalbtrockenrasen bis hin zu alten Mischwäldern reicht. Die Erhaltung der traditionellen Kulturlandschaft und der damit verbundenen Artenvielfalt ist erklärtes Ziel des Biosphärenreservates.
Auszug aus: https://www.biosphaere-bliesgau.eu/images/mediathek/Verordnung_neu.pdf

Gigantische Windindustrieanlagen sind mit dieser Zielvorgabe nicht in Einklang zu bringen. Statt auf großtechnische Klimaschutzlösungen zu setzen, sollten naturbasierte Klimaschutzmaßnahmen (natural climate solutions) im Fokus der Entscheider der Biosphäre stehen. Denn wer in gesunde Natur investiert, der erhält die traditionelle Kulturlandschaft und trägt sowohl zum Erhalt der Biodiversität als auch zum Klimaschutz bei. Am „Runden Tisch Klimaschutz“ der Stadt Blieskastel treten wir dafür ein.

Mehr Naturschutz wagen – Biodiversität schützen
Forderungen für die Koalitionsverhandlungen 2021

Forderungen für die Koalitionsverhandlungen 2021 +++In einem 16-seitigen Papier an alle Bundestagsabgeordneten und die derzeitigen Verhandlungsführer aus SPD, B90/Die Grünen und FDP fordert der Umweltverband Naturschutzinitiative e.V. (NI) mehr Einsatz für den Schutz der Natur und der Biodiversität. Das Sondierungspapier der wahrscheinlichen Ampelkoalition greife zu kurz, so der Umweltverband. Der Begriff „Naturschutz“ komme hier gar nicht vor. Das Papier der drei Parteien befasse sich zwar ausführlich mit den Folgen des Klimawandels, aber nur in wenigen Sätzen mit der Biodiversitätskrise. „In Anbetracht des dramatischen Artensterbens, der Zerstörung der Lebensräume und dem ausufernden Ressourcenverbrauch fordern wir erhebliche Nachbesserungen im Rahmen der Koalitionsverhandlungen“, erklärte Harry Neumann, Bundesvorsitzender der NI.
Die Handlungsempfehlungen betreffen die Bereiche Flächenversiegelung, Bundesverkehrswegeplan, Natura 2000-Gebiete, Landwirtschaft, Wälder, Gewässer, Moore, Meere sowie Städte und versiegelte Bereiche. „In Anbetracht der aktuellen ökologischen Krise sollten daher der Natur-, Arten-, Biodiversitäts- und Klimaschutz das gemeinsame Leitbild allen politischen Handelns sein. Ein ganzheitlicher Naturschutz und naturbasierte Lösungen sichern die vielfältigen Leistungen der Ökosysteme“, betonte Dipl.-Biologe Konstantin Müller, Vorstand der NI. So fordert die NI beispielsweise in den europäischen Natura 2000-Gebieten eine Forstwirtschaft nur auf der Grundlage von unabhängig durchgeführten FFH-Verträglichkeitsprüfungen, die Entwicklung von Flächen zur Erhaltung der Biodiversität auf mindestens 10 Prozent aller landwirtschaftlich genutzten Flächen, eine ökosystemorientierte Waldbewirtschaftung und den Ausschluss von allen Waldflächen als Standorte für Windenergieanlagen, die Renaturierung von Überschwemmungszonen und Auengebieten, die Einstellung der Forstwirtschaft in allen rezenten Auwäldern, die Wiedervernässung und Renaturierung von Moorgebieten sowie die Ausweisung von ausgedehnten Meeresflächen als strikte Schutzgebiete und Tabuzonen, z.B. für den Schiffsverkehr und die Fischerei. Lesen Sie hier die Empfehlungen für die Koalitionsverhandlungen 2021:

Link zum PDF mit den ausführlichen Forderungen zum Download

Link zur Webseite und die komplette Pressemitteilung