Archiv für den Monat Mai 2021

Saarbrücker Zeitung berichtet: Windenergie und Runder Tisch Thema im Blieskasteler Stadtrat

In der Blieskasteler Stadtratsitzung am 20. Mai 2021 wurde der sogenannten „Raiffeisen-Bürgerenergiegenossenschaft Bliesgau eG“ (BEG Bliesgau) im Rahmen der Einwohnerfragestunde großzügig die Möglichkeit eingeräumt, für den Bau weiterer Windenergieanlagen und letztlich für „sich selbst Werbung zu machen“.

Auch der Runde Tisch war im Stadtrat Thema. Zu befürchten ist, dass dieser auf eine Alibiveranstaltung hinauslaufen wird…
Zum Artikel:
https://rp-sz-epaper.s4p-iapps.com/artikel/963699/19127631

Lesenswert: „Deutschland, was tust du? Dein Klima-Nationalismus wird der Welt nicht helfen“

Ein Rückblick, der Artikel ist schon über einen Monat her, umso interessanter ist er. Das was hier von Prof. Dr. Rademacher geschrieben wird, können wir uns als BI uneingeschränkt als Motto auf die Fahnen schreiben. Auch als „Basiswissen“ für den geplanten „Runden Tisch“ in Blieskastel, an dem der Windkraftausbau im Bliesgau/Blieskastel zementiert werden soll. Mit diesem Artikel wäre eigentlich fast alles gesagt. Den Inhalt dieses Focus-Gastbeitrags von Prof. Dr. Rademacher sollten sich potentielle „Runde-Tisch-Experten“ für den geplanten Runden in Blieskastel verinnerlichen und darüber nachdenken – natürlich alle anderen Interessierten auch. Ach so. Auch das ist Wissenschaft. Wissenschaft ist Diskurs. Ist die Sammlung menschlichen Wissens, der Versuch, mit Theorien die Wirklichkeit abzubilden, aus erforschter Erkenntnis, Erfahrung, sie wird dynamisch erweitert, verworfen, gelehrt, diskutiert und tradiert.
Wir geben diesen, wir wir finden, sehr guten Artikel deshalb hier als Text in Gänze wieder.
Quelle: („Focus“ Artikel vom 19-4-21 zum „World Earth Day“ am 22-4-21), Link:
https://www.focus.de/perspektiven/entwicklung-foerdern-klima-schuetzen/world-earth-day-wie-wir-den-klimawandel-noch-aufhalten-koennen_id_13191227.html

Der Focus schreibt:
„Deutschland fokussiert sich im Kampf gegen den Klimawandel zu sehr auf nationale Ziele. Die sind im globalen Kontext jedoch nahezu irrelevant. Das meint zumindest Klima-Experte Franz Josef Rademacher und fordert daher zum Umdenken auf.

Und weiter im Artikel:
Das Thema Klimaschutz ist extrem komplex. Die weltweiten CO2-Emissionen wachsen weiter. Der Paris-Vertrag beinhaltet zwar ambitionierte Zielsetzungen, aber keine dazu passenden Verpflichtungen und Maßnahmen. Die negative Dynamik im Klimabereich resultiert aus den nachvollziehbaren wirtschaftlichen Bestrebungen vieler ärmerer Länder in Richtung eines nachholenden Wohlstands. China gibt erfolgreich die Richtung vor, emittiert aber in der Folge ein Drittel der weltweiten CO2-Emissionen und erhöht diese weiter. Die Weltbevölkerung wächst parallel dazu mit hohem Tempo. Bis 2050 werden etwa 2,5 Milliarden Menschen hinzukommen, jedes Jahr einmal Deutschland. Die deutsche und europäische Klimapolitik beschäftigen sich mit diesen Themen nicht. Wir sind einzig mit der Absenkung unserer eigenen CO2-Emissionen beschäftigt. Für das Weltklima ist das weitgehend irrelevant, kostet aber all unsere Aufmerksamkeit und enorme finanzielle und intellektuelle Ressourcen. Wir setzen voll auf Elektromobilität, nicht auf klimaneutrale synthetische Kraftstoffe für PKWs, u. a. für die weltweite Bestandsflotte. Atomkraft wird pauschal abgelehnt ebenso wie die Abscheidung und Nutzung von CO2 aus Industrieanlagen und Kohlekraftwerken.

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Windenergieanlagen auf alten historischen Waldstandorten weiterhin möglich!

In der Saarbrücker Zeitung wurde kürzlich über einen Antrag im saarländischen Landtag berichtet, im Kommunalwald alte historische Waldstandorte für die Errichtung von Windindustrieanlagen auszuschließen. Dieser Antrag wurde bedauerlicherweise aber erwartungsgemäß von CDU und SPD abgelehnt. Die Linke hat sich, trotz Ablehnung von Windkraft im Wald, nur der Stimme enthalten. Hier der Link zum SZ-Artikel:
https://rp-sz-epaper.s4p-iapps.com/artikel/963261/19066211

Biodiversitätskrise gefährlicher als Klimawandel?!

Im Windschatten der einseitigen Debatte um den Klimawandel gehen andere, nicht minder brisante, ökologische Entwicklungen oftmals unter. So stellt das dramatische Artensterben laut dem Evolutionsbiologen Prof. Dr. Matthias Glaubrecht eine größere Gefahr für das Fortbestehen der Menschheit dar als der Klimawandel. Lesen Sie hier das aufschlussreiche Interview, das Pro Wald im März diesen Jahres mit ihm geführt hat:
https://www.pro-wald.org/waldwissen/evolutionsbiologe-matthias-glaubrecht-zum-artensterben-im-vergleich-zur-biodiversitaetskrise-ist-die-klimakrise-ist-die-kleinere-katastrophe

Wald und Forstwirtschaft – eine unsägliche Geschichte auch bei uns!

Ein Link zu einem Brief von Dr. Georg Möller (Entomologe) vom April 2021, der auf der Seite der BBIWS (Bundesbürgerinitiative Waldschutz) zu lesen ist. Leider ist der Link zu dem Beitrag des WDR, auf den sich Hr. Dr. Möller im Brief bezieht, nicht mehr online, der Relevanz seiner Ausführungen tut dies jedoch keinen Abbruch. Auch in unseren Wäldern treibt der Forst sein „nachhaltiges“ Unwesen.
https://www.bundesbuergerinitiative-waldschutz.de/2021/04/09/nrw-m%C3%BCnsterland-die-zerst%C3%B6rung-der-w%C3%A4lder-am-beispiel-legden/

Passend dazu aus aktuellem Anlass – in unserer Region im Blieskasteler Stadtwald (Auszug aus unserem eMail-Rundbrief):
(BI) In den aktuellen Blieskasteler Nachrichten findet sich auf den Seiten 5 und 6 ein Beitrag der Stadtverwaltung mit dem wunderbaren Titel „Nachhaltige Forstwirtschaft im Pinninger Wald“. So manche Leserin und mancher Leser dürfte sich nach der Lektüre dieses Artikels verwundert die Augen gerieben haben. Hat man in Pinningen und Böckweiler das diesjährige Treiben des Forstes auf dem Kahlenberg doch sehr genau verfolgt. Es gehört schon Dreistigkeit dazu, ein alles andere als nachhaltiges und naturnahes Waldgemetzel im Nachhinein und mithilfe von Großaufnahmen treuherziger Rückepferde im Rahmen einer eintägigen Showveranstaltung in sein Gegenteil zu verkehren. Fototermin mit Bürgermeister inklusive. Das städtische Forstmärchen findet Ihr hier, Link zu den Blieskasteler Nachrichten 19/2021: Link


Tatsächlich sah es danach dann dort so aus, „trotz Pferd“ – Rückeschäden durch schweres Gerät, verdichteter Boden, gefällte Höhlenbrüterbäume…..
(Bilder: (c) BI „Windkraftfreie Biosphäre“ Bliesgau v. 18/19-5-2021 i. Pinninger Wald):

Der politische Moralismus in der deutschen Klima- und Energiepolitik (Beitrag der Ludwig Erhard Stiftung)

In der deutschen Klima- und Energiepolitik lassen sich alle vier der von Hermann Lübbe genannten Merkmale des politischen Moralismus wiederfinden: die Identifikation des moralischen Verfalls als Problemursache; die Argumentation ad hominem; die Selbstermächtigung zum Regelverstoß; moralische Appelle und Symbolpolitik als Versuche der Problemlösung. Auf diese Weise wird eine ökonomisch irrationale Politik betrieben, die enorme Kosten verursacht und zu einer deutlichen Einschränkung der Handlungsfreiheit führt, aber so gut wie nichts zur Lösung des Klimaproblems beiträgt. […] mehr, siehe Link zum Beitrag:
https://www.ludwig-erhard.de/orientierungen/rationales-verhalten/der-politische-moralismus-in-der-deutschen-klima-und-energiepolitik/

Ökologische Auswirkungen von WEA im Wald (Dr. Joachim Weiss)

Autor: Dr. Joachim Weiss, 05-05-2021, Dipl. Biol. Ltd. Reg. Dir. a.D. Ehemaliger Fachbereichsleiter Artenschutz im Landesumweltamt NRW und Leiter der dortigen Landesvogelschutzwarte.

Baumfällaktion im Saarbrücker Stadtwald sorgt für Kritik bei Waldschutzinitiativen

Laut Bündnis Saarländischer Waldbürgerinitiativen hat die Stadt im Stadtwald rund ein Dutzend teilweise über 100 Jahre alte Laubbäume fällen lassen – obwohl das im Moment wegen Brut- und Setzzeit der Tiere verboten ist. Wertvolle Horst- und Brutbäume betroffen! Angeblich gefällt wegen Wegesicherung?

Saarbrücker Zeitung v. 04-05-2021 schreibt:
https://rp-sz-epaper.s4p-iapps.com/artikel/962647/18984813

Hier ein aktueller Link, die Baumfällaktion im Saarbrücker Stadtwald
betreffend der Bundesbürgerinitiative Waldschutz:

https://www.bundesbuergerinitiative-waldschutz.de/2021/05/04/saarland-biotopbaumf%C3%A4llungen-in-der-brutzeit-im-stadtwald-saarb%C3%BCcken/

Die unterschätzte Macht der „grünen Lobby“ – „DIE WELT“

Die „WELT“ schreibt: „Umweltschutzorganisationen gelten oft als kleine Initiativen, die sich gegen einen übermächtigen Gegner stemmen. Doch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zeigt exemplarisch: Die Klimalobby besitzt beste Verbindungen zur Regierung – und bremst sogar alternative Energiekonzepte aus.[..]

Quelle:
Greenpeace, WWF, BUND – Die unterschätzte Macht der grünen Lobby – WELT

Bericht siehe PDF:

Quelle: https://www.welt.de/wirtschaft/plus230760047/Greenpeace-WWF-BUND-Die-unterschaetzte-Macht-der-gruenen-Lobby.html

Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts: Deutschlands neues Klimaziel entlastet vor allem Osteuropa (interessanter Bericht aus „Die Welt“) und Wirkung verpufft im globalen Vergleich

Wir berichteten am 03-05-2021 über die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (Link). Nun stürzt sich die Bundesregierung auf das Thema – um sich ein grünes Ökomäntelchen umzuziehen und den „Grünen“ für die kommenden Wahlen Paroli zu bieten? Deutschland will mit 7-Meilen-Stiefeln das Weltklima „retten“, leider ziehen da andere Staaten nicht so mit und somit werden die Auswirkungen der hektischen, unkoordinierten, deutschen „Klimarettungs-Maßnahmen“ im globalen Vergleich eher dürftig ausfallen. Da helfen auch nicht noch „60000 neue Windräder in Deutschland“. Fazit: „Der Berg kreißte und gebar eine Maus“.

Die Welt“ schreibt dazu in einem aktuellen Bericht v. heute, 06-05-2021, Zitat: „….Größere Anstrengungen zur CO2-Reduktion in Deutschland dürften auf das globale Klima allerdings keine Auswirkungen haben. Nach den Berechnungen des Sachverständigenrats für Umweltfragen, die vom Verfassungsgericht übernommen wurden, muss Deutschland bis 2045 mit einem Budget von 6,7 Gigatonnen CO2 auskommen. Das ist eine Menge, wie sie von der Volksrepublik China innerhalb von sechs Monaten emittiert wird. Anders formuliert: Deutschland darf für alle Zeiten nicht mal mehr halb so viel CO2 ausstoßen wie China jetzt in einem Jahr……“

Quelle, der komplette Bericht:
https://www.welt.de/wirtschaft/article230904291/Deutschlands-neues-Klimaziel-entlastet-vor-allem-Osteuropa.html

Auch interessant, wenn man den von der „Welt“ zitierten Link auf climateactiontracker.org mit dem zu Deutschland vergleicht:
>>Germany:
https://climateactiontracker.org/countries/germany/
>>China:
https://climateactiontracker.org/countries/china/